Transferprojekte

Folgende Transferprojekte werden durch das Carl-Zeiss-Stiftung Kolleg gefördert und wissenschaftlich begleitet:


Hochschule Koblenz: "MINT-KompetenzKompass"

Der MINT-Kompetenzkompass der Hochschule Koblenz wird in Form einer zentralen virtuellen Informations- und Vernetzungsplattform realisiert, die Studieninteressierte und Studierende der MINT-Fächer an wichtigen Punkten des Student-Life-Cycles unterstützt. Mittels kompetenzbasierter OSAs und weiterer Assessmentangebote können sie ihre Studienorientierung sowie bereits vorhandene Kompetenzen für ein MINT-Studium testen. Basierend auf den Ergebnissen finden Interessierte anschließend über die Plattform individuell passende und bedarfsorientierte Förderangebote, welche sowohl zentrale Einrichtungen der Hochschule wie auch die entsprechenden Fachbereiche speziell für den MINT-Bereich anbieten. Im Fokus des MINT-Kompetenzkompasses steht somit die Vernetzung der zwei Kernbereiche Kompetenzdiagnostik und Kompetenzschulung. Die Angebote auf der Plattform verbinden dabei in innovativer Weise verschiedene Assessments (Tests, Quizze, Videos usw.) mit Fördermaßnahmen – bestehende sowie eigens für das Projekt neu zu entwickelnden Maßnahmen. Dank dieser Unterstützungsangebote können Studierende nicht nur Wissenslücken, etwa in Mathematik, schließen, sondern auch weitere Kompetenzdefizite aufarbeiten.

Kontakt: Dr. Kerstin Voß | E-Mail: voss@hs-koblenz.de


Johannes Gutenberg-Universität Mainz: „Förderung des selbstregulierten Lernens in MINT-Fächern: Individualisierung eines web- basierten Trainings auf Basis von fachspezifischer und fächerübergreifender Kompetenzdiagnostik“

Empirische Befunde zeigen, dass das selbstregulierte Lernen eine zentrale Kompetenz für ein erfolgreiches Studium darstellt, auch und besonders in MINT-Fächern. Aufgrund weitverbreiteter Defizite unter Studierenden in diesem Bereich sind Förderangebote wünschenswert, die für große Studierendenzahlen zur Verfügung gestellt werden können. Ein solches Angebot wurde von Dr. Henrik Bellhäuser an der TU Darmstadt entwickelt. Es handelt sich um ein web-basiertes Training, das bereits in mehreren Studien wissenschaftlich evaluiert und mit dem E-Teaching-Award der TU Darmstadt prämiert wurde. Im Rahmen des vorliegenden Projektes wird das bestehende Training um eine relevante Facette erweitert: Durch eine vorangestellte Kompetenzdiagnostik soll eine Individualisierung des Trainings ermöglicht werden, die notwendig erscheint, um der Heterogenität von Studierenden gerecht zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen bedarf es einer Integration von bildungswissenschaftlicher empirischer Forschung mit praxisrelevanter Fachkompetenz. Diese wird im vorliegenden Projekt durch die interdisziplinäre Kooperation zwischen Psychologie (Dipl.-Psych. Henrik Bellhäuser) und den Anwendungsfächern Biologie (Prof. Dr. Harald Paulsen) sowie Chemie und Pharmazie (Prof. Dr. Dirk Schneider) erreicht.

Kontakt: Henrik Bellhäuser | E-Mail: bellhaeuser@uni-mainz.de


Hochschule Trier: "Entwicklung einer Online-Diagnose-Toolbox für die Studieneingangsphase"

Im Rahmen dieses Projektes wird eine modularisierte Online-Toolbox für Studieneinsteiger/innen der Informatikstudiengänge an der Hochschule Trier entwickelt. Über vier Module „Mein Studium“, „Mein Studienfach“, „Meine Hochschule/mein Fachbereich“ und „Meine Stadt/meine Umgebung“ wird den Studienanfängern/innen ein komfortables webbasiertes Instrument zur Studienorientierung (Was erwartet mich im Studium?) und zur Umfeldorientierung (Wie finde ich mich in der neuen Umgebung zurecht?) zur Verfügung gestellt. Neben Informationsmodulen enthält die geplante Toolbox auch eine eignungsdiagnostische Komponente, sodass Fähigkeiten und Kompetenzen der Studienanfänger/innen identifiziert werden können. Zentraler Bestandteil der Ergebnisauswertung ist ein individuelles, studienfachbezogenes Stärken- und Schwächenprofil, das den Teilnehmern/innen eine angemessene Selbsteinschätzung ermöglicht. Es werden konkrete Stärken und Schwächen bezüglich der Schlüsselkompetenzen und des Vorwissens aufgezeigt und Handlungsempfehlungen gegeben, wie bestimmte Kompetenzen geschult und Wissenslücken geschlossen werden können, z. B. durch den Besuch bestimmter Brückenkurse oder Soft-Skills-Workshops. Mit den empfohlenen fachlichen und überfachlichen Fördermaßnahmen knüpft die Online-Toolbox an das im Rahmen des 100 Tage-Projektes geförderte Maßnahmenpaket zur besseren Gestaltung des Studieneinstiegs an. Die technische Umsetzung erfolgt mit dem Learning Management System OLAT. Nach den Entwicklungsarbeiten und der Systemevaluation ist eine Übertragung auf weitere MINT-Studiengänge geplant. 

Kontakt: Prof. Dr. Andreas Künkler | kuenkler@hochschule-trier.de